2011-01-18 Melbourne

Also eigentlich, also eigentlich bin ich ja unmotiviert. Ich weis nicht woran es liegt. Wahrscheinlich sitz mir die Rückreise im Nacken. Das Wetter ist nicht unbedingt schlecht für City Sightseeing, naja das Hostel ist auch nicht unbedingt zentral… aber irgendwann gegen mittag nehm ich dann doch die Tram in die Stadt. Ziellos ist ja manchmal auch ganz schön… und irgendwie suche ich wohl den „Vibe“ den Melbourne so ausmacht. Auffällig ist natürlich das die Australian Open in Bild, Ton und Werbung schon sehr präsent sind. Bummel an den bekannten Museen vorbei, doch es reizt mich nix. Verirre mich in den doch ordentlich vorhandenen Einkaufsstrassen und lande später in Southern Cross, fernab von meinem Ziel. Per Zufall steige ich in eine Tram Richtung Docklands… wenigstens mal „Klein-Hamburg“ sehen und gucken was da so los ist. Das Viertel ist ganz nett, neu super modern aber es ist kein Leben in den Ecken… Warum eigentlich, ich weis es nicht… hoffe aber das dies in Hamburg nicht passiert. Dafür ist aber alles um 5e schon zu und irgendwann sitz ich dann an der Haltestelle und will zurück in die Stadt. Es dauert ne ganze Weile bis endlich ein Tram kommt und ich denke schon, jetzt mal wieder in die Stadt und was essen. Beim losfahren sehe ich das die Tram zur Rod Laver Arena fährt… hm na ja … könnte mal nen Foto von den Australian Opens machen. Also fahr ich mal kurz zu den Autstralian Opens. Bin scheinbar nicht alleine mit der Idee, doch die meisten Leute strömen auch direkt durch. Soll ich oder soll ich nicht. Habe mit Tennis ja wirklich nix am Hut, doch irgendwie sehe ich da doch eine Chance. 20 Dollar kostet das Ticket für alle Plätze ausser natürlich Rod Laver und Hirsine Arena… ich weis ja auch noch nicht mal wer spielt. Das Gelände ist riesig und ich laufe einfach ein wenig herum und schleich mich auf die Plätze. Auch am ersten oder zweiten Tag ist die Anlage rappel voll und irgendwann lande ich dann in der Margaret Court Arena wo gerade ein Match zwischen dem deutschen Philipp Petzschner und Jo-Wilfried Tsonga (13). Das Match ist unglaublich gut. Die Stimmung richtig peitschend und nachdem alles für den Phil aussieht, kommt Jo zurück ins Spiel und gewinnt die letzten drei Sätze… unglaubliches Tennis über drei Stunden und ich mittendrin, zitternd, bibbernd und auch mal nen Käse Semmel essend. War schon nicht schlecht. Nach dem Match ist es aber auch stockfinster und während der Australier Hewitt sich mit seinem Erzgegner noch bis ein Uhr morgens die Bälle um die Ohren haut, mache ich mich auf Richtung Bett. War doch insgesamt ein schöner Tag.



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