2011-01-09 Dunedin

Heute geht es nach Dunedin. Dunedin entspricht in etwa einer Kopie einer schottischen Stadt und hat die älteste Uni New Zealands. Habe am Abend noch gelernt das man hier Abi machen kann, ohne Fremdsprache, Mathe oder sonst was schweres zu belegen. Es geht mit Kunst und Sport… Abitur nur mit Kunst und Sport… ich kenn erstens nicht viele überragend Sportler aus diesem Land und nicht einen genialen Künstler, wobei ich auch kein begnadeter Kunstkenner bin. Dennoch eine Frechheit. Dunedin ist eine relativ große Stadt, zudem mit einem Hafen ausgestattet, wo sich je nach Jahreszeit auch mal ein Wal verirrt. Das Hostel ist ein richtig altes Gebäude, aber sehr gemütlich und ich entschließ mich für 15:30 eine Wildlife Tour zum buchen. In der Zwischenzeit lokalisiere ich ein Lokal wo ich am Abend gut essen gehen will. Die Tour startet pünktlich und ich erfahre recht bald, dass wir erst zwischen 22:00-23:00 Uhr zurück sein sollen. Oha, das wars mit dem leckeren Restaurant. Mit leicht knurrenden Magen fahren wir am Ufer entlang, gegenüber Dunedin und das neue Rugby Stadion, bevor wir uns der schönen rauen Küsten näheren. Wir beginnen mit einer kleinen Vogelkunde und erst befürchte ich das dies hier nicht so mein Fall wird, aber spätestens bei der Albatros Station und dem bestaunen dieser wunderschönen Tiere, lichtet sich meine Stimmung. Also das Verhältnis der normalen Möwe zu einem Albatros ist wie Cessna und A380. Über drei Meter Spannweite ist einfach riesig. Die Jungs die dort auf dem Zipfel einer Landzunge brüten, sind eifrige Segler und benutzen so gut wie nie ihre Flügel sondern Segeln wie die Weltmeister um die Klippen. Weiter geht’s einen Berg hinauf wo wir dann mit dem sehr windigen Abstieg zur Pinguin und Seelöwen Strand aufbrechen. Nach 20 Minuten strammen marschieren begrüßt uns schon der erste Pinguin der vom Strand nach Hause watschelt. Schnurstracks an uns vorbei und den Berg hoch. Es sieht herrlich aus und die Jungs müssen richtig arbeiten um nach Hause zu kommen. Bei den Pinguinen handelt es sich glaub ich um den „Gelb-Augen-Pinguin“, die größten nicht im Eis lebenden Kollegen. Wir spazieren weiter am Strand und treffen auf drei Seelöwen. Zwei Männchen und ein Weibchen und natürlich wird sich auch mal gleich um das Weibchen gestritten. Wir machen uns da lieber mal davon, und wollen dem Drama nicht beiwohnen. Stattdessen wandern wir zur anderen Seite des Strandes und können wunderbar die aus dem Wasser kommenden Pinguine bewundern. Diese vorwiegend Männchen wandern auch dann mal direkt zum Weibchen mit ihrem Nachwuchs. Wunderbar, ich komme mir vor wie bei Disoverychannel. Später gelangen wir dann noch zu einem Ausguck wo wir den Nachwuchs bestaunen können. 6-10 Wochen alt, bereits richtig groß aber noch mit braunem Flaumfell, warten die Kinder auf Papa, der Fisch und Tintenfisch den Berg hochgebracht hat. Rachen in Rachen wird der Fisch „ausgespuckt“ … buah.
Weiter geht unsere Reise zur einzigen Robbenkolonie… auch hier gibt es zahlreichen Nachwuchs. Der erste wurde Ende November gesehen und so spielen sicher 8-10 Robbenjungen im eigenen Swimming Pool geschützt vor der sehr rauen See und planschen vergnügt herum. Die Älteren üben sich in Revierkämpfen oder liegen faul in der Sonne rum. Vereinzelnd schwimmen auch welche im Wasser aber die müssen schon richtig gegen die See kämpfen. Dennoch scheinen sie viel Spaß zu haben. Auf dem Weg nach Hause genießen wir beim Aufstieg noch den Sonnenuntergang, wobei der Wind langsam auch mörderisch wird. Wie angekündigt erreichen wir dann gegen 22:20 wieder das Hostel und ich falle nur noch müde ins Bett.



One Comment

  1. Cathleen wrote:

    Hi Du….ach die Dunedin Tour hat jetzt richtig Lust gemacht…toll diesen Tag von Dir zu sehen und zu lesen. Danke und ganz liebe Grüsse. Cathleen

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