2011-01-06 Franz Josef

Auf zu Franz Josef. Dass es regnet macht mir fast nix mehr aus… Bin mittlerweile auf 4 Lagen Klamotten umgestiegen und frage mich wie ich Deutschland und den Winter in Europa überleben soll. Es sind immerhin 20 Grad aber es weht ein bisschen der Wind. Wie auch immer, nach zahlreichen Zwischenstopps erreichen wir am frühen Nachmittag Franz Josef. Weltberühmt für seinen Gletscher und die Wanderungen auf diesem Gletscher. Die Ausgangslage ist wie folgt. Es regnet, es ist neblig und ich kann diesen Riesengletscher noch nicht mal sehen. Schlecht also. Nun stellt sich die Frage, wie ich da rauskomme. So versuche ich dann innerhalb einer halben Stunde meine Reise umzubuchen. Man könnte meinen dass die Reiseorganisation, wenn man sie denn telefonisch erreicht, auch die Frage beantworten kann, ob alle Ziele weiterhin so erreichbar sind, wenn man eine extra Nacht einplant. Man muss wissen, dass nicht täglich Busse von A nach B fahren. Sie kann es nicht und ich muss mich sputen um wenigstens meinen 15:00 Uhr Walk zu bekommen. Raus aus dem Hostel, 50 Meter gelaufen. Nass bis auf die Knochen. Zurück gesprintet und neue Klamotten eingepackt, damit ich wenigstens was Trockenes habe, wenn ich marschiere. Komme am Zentrum an, wo schon richtige Aufbruchsstimmung herrscht. Wenn schon denn schon, bei diesem Wetter ist es wenigstens ein richtiges Abenteuer. Wechsel die Klamotten und gehe zurück zum Hauptgebäude, wo auch dann die Tour 5 Minuten vor Beginn abgesagt wird. So ein scheiss. Aber echt… Tourguide ist nirgendwo zu sehen, wenigstens wird das Geld erstattet. Wie auch immer so sitz ich dann um 15:30 in Franz Josef und trinke eine heiße Schokolade. Außer dem Gletscher gibt es hier auch schlicht und einfach gar nix. Super… Der Tag verstreicht mit Regentropfen zählen. Aber es sind einige sehr sympathische Menschen in der Gruppe und so mach ich das Beste aus der Sache und quatsche bei strömenden Regen mit ner Tasse Tee im Hostel über Gott und die Welt und natürlich Reisen.



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